Schon wieder interne Leckagen an Ventilen? GEKO nennt sechs Hauptursachen für Schäden an der Ventildichtfläche.
Apr 29, 2026
In industriellen Systemen wie der Petrochemie, der Energieerzeugung, der Metallurgie und der pharmazeutischen Industrie ist die interne Leckage von Ventilen ein häufiges Problem, das die Systemsicherheit, die Effizienz und die Betriebsstabilität beeinträchtigt. Eine der Hauptursachen für interne Leckagen ist oft die Beschädigung der Ventildichtfläche.Als Marke mit Fokus auf Industriearmaturen und Lösungen zur Durchflussregelung greift GEKO auf jahrelange Anwendungserfahrung zurück, um sechs häufige Ursachen für das Versagen von Ventildichtflächen zusammenzufassen. Dies hilft Anwendern, Probleme genauer zu identifizieren, die Ventilauswahl zu optimieren und die Lebensdauer zu verlängern. 1. ErosionsschädenEnthält das Medium Feststoffpartikel wie Katalysatorpulver, Rost oder Sand oder strömt ein Gas-Flüssigkeits-Zweiphasengemisch mit hoher Geschwindigkeit durch das Ventil, ist die Dichtfläche kontinuierlichen, hochfrequenten Stößen ausgesetzt. Dies kann lokal zu Riefen, Lochfraß oder linearem Verschleiß führen.Dies tritt besonders häufig bei Drosselung auf, da die Strömungsgeschwindigkeit deutlich ansteigt und die Dichtfläche durch das schnell fließende Medium radial verformt werden kann. Ein typisches Anzeichen ist eine deutliche, lineare Erosion in Strömungsrichtung. GEKO-Hinweis: Bei Medien mit Partikeln, hohen Strömungsgeschwindigkeiten oder erosiven Bedingungen sollten Dichtungsmaterialien und Konstruktionen mit höherer Erosionsbeständigkeit bevorzugt werden. 2. Plastische Verformung und Eindellung durch KontaktspannungBeim Schließen eines Ventils wirkt auf die Dichtfläche ein extrem hoher Kontaktdruck. Ist die Materialhärte unzureichend oder die Schließkraft zu hoch, kann es zu plastischer Verformung der Dichtfläche kommen.Weiche Materialien neigen zu Oberflächenbeulen, während harte Materialien lokale Abplatzungen aufweisen können. Durch wiederholtes Öffnen und Schließen kann die Oberflächenschicht der Dichtungsfläche mit der Zeit eine Kaltverfestigung erfahren, die Mikrorisse und schließlich Delaminationsversagen zur Folge haben kann. GEKO-Empfehlung: Bei Anwendungen mit hoher Betriebsfrequenz oder hohen Druckdifferenzen sollte auf die Abstimmung der Härte des Dichtungspaares und die Kontrolle der Schließkraft geachtet werden, um ein vorzeitiges Versagen der Dichtfläche durch Überlastung zu vermeiden. 3. Kriechen und Erweichen bei hohen TemperaturenIn Hochtemperaturleitungen wie Dampf- oder Thermoölsystemen können die Dichtflächenmaterialien von Ventilen zwei Arten von schädlichen Veränderungen erfahren.Einerseits kann hohe Temperatur das Material erweichen, seine Härte verringern und seine Kratz- und Verschleißfestigkeit schwächen. Andererseits kann die Dichtfläche unter Dauerdruck Kriechverformungen erleiden, wodurch das präzise Dichtungsprofil beschädigt wird.Zudem beschleunigen hohe Temperaturen die Bildung von Oxidschichten. Sobald sich diese Oxidschicht ablöst und in die Dichtungspaarung gelangt, verstärkt sie Reibung und Verschleiß zusätzlich. GEKO-Hinweis: Bei Hochtemperaturanwendungen sollte bei der Ventilauswahl der Fokus auf der Hochtemperaturfestigkeit, der Oxidationsbeständigkeit und der Dichtungsstabilität des Materials liegen. 4. Elektrochemische Korrosion und SpaltkorrosionWerden im Dichtungspaar unterschiedliche metallische Werkstoffe verwendet, wie beispielsweise ein Ventilsitz aus Edelstahl in Kombination mit einer hartbeschichteten Dichtfläche aus Stellite-Legierung, kann sich in einem Elektrolytmedium eine galvanische Zelle bilden, die zu elektrochemischer Korrosion führt.Wichtiger noch: Nach dem Schließen des Ventils können sich zwischen den Dichtflächen winzige Spalten bilden. Das Medium kann sich in diesen Spalten stauen, wodurch Sauerstoffkonzentrationsunterschiede entstehen und lokale Korrosion, tiefe Lochfraßkorrosion oder Korrosionslöcher verursacht werden. Sind Chloridionen vorhanden, kann es bei Edelstahl-Dichtflächen außerdem zu Spannungsrisskorrosion kommen. GEKO-Empfehlung: Bei korrosiven Medien sollten die Zusammensetzung des Mediums, die Temperatur, die Konzentration und die Materialverträglichkeit umfassend bewertet werden, um eine besser geeignete Korrosionsschutzdichtungslösung auszuwählen. 5. Rissbildung und Abplatzungen infolge von ThermoschockVentile, die sich häufig und schnell öffnen und schließen, wie z. B. programmgesteuerte Ventile und Sicherheitsventile, sind an der Dichtfläche oft wiederholten Temperaturschocks ausgesetzt.Da sich die Oberflächentemperatur schneller ändert als die des Grundmaterials, kann es zu zyklischer thermischer Beanspruchung kommen. Überschreitet die Beanspruchung die Dauerfestigkeit des Materials, können sich an der Oberfläche netzartige Ermüdungsrisse bilden. Breiten sich diese Risse weiter aus und verbinden sich miteinander, kann es zu lokalem Abplatzen kommen, wodurch ein rissartiges oder schildkrötenpanzerartiges Bruchmuster entsteht. GEKO-Hinweis: Für Anwendungen mit großen Temperaturschwankungen und häufigem Betrieb sollten Ventildichtungsmaterialien und -konstruktionen mit besserer Beständigkeit gegen thermische Ermüdung ausgewählt werden. 6. Beschleunigte Korrosion aufgrund von Mediumrückhaltung zwischen den DichtflächenWenn ein Ventil über einen längeren Zeitraum teilweise geöffnet bleibt, leicht undicht ist oder schlecht abgedichtet ist, spült das Medium auf der Hochdruckseite kontinuierlich die Dichtfläche ab, während sich korrosive Medien auf der Niederdruckseite ansammeln können.Im stagnierenden Bereich können Veränderungen des pH-Werts, der Ionenkonzentration und die Ansammlung von Korrosionsprodukten die lokale Korrosion erheblich beschleunigen. Die Korrosionsrate kann sogar um ein Vielfaches höher sein als unter normalen Strömungsbedingungen, wodurch sich schließlich lokale Korrosionsnarben bilden, die die Dichtungsfläche schnell durchdringen können. GEKO-Empfehlung: Während des Ventilbetriebs sollte ein längerer Betrieb in teilweise geöffneter Position oder der Betrieb bei bestehender Leckage vermieden werden. Regelmäßige Überprüfung der Dichtheit und rechtzeitige Behebung geringfügiger interner Leckagen können verhindern, dass sich kleine Probleme zu schwerwiegenden Ausfällen entwickeln. GEKO-FazitBeschädigungen der Ventildichtflächen werden selten durch einen einzigen Faktor verursacht. In den meisten Fällen resultieren sie aus dem Zusammenwirken von Erosion, Verschleiß, Korrosion, hohen Temperaturen, Temperaturschocks und Betriebsbedingungen.Die Wahl des richtigen Ventils erfordert mehr als nur die Berücksichtigung von Druckstufe und Größe. Medieneigenschaften, Temperaturbereich, Betriebsfrequenz, Druckdifferenz und Korrosionsrisiko müssen umfassend bewertet werden. GEKO hat sich zum Ziel gesetzt, zuverlässige, effiziente und anwendungsspezifische Ventillösungen für industrielle Anwender bereitzustellen und Kunden dabei zu unterstützen, interne Leckagerisiken zu reduzieren sowie die Systemsicherheit und Betriebsstabilität zu verbessern. Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen!
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